Die MördergesellschaftOtello darf nicht platzenKein Platz für LiebeDas Haus in MontevideoCyrano in BuffaloDer Brandner Kaspar und das ewig' Leben

Plakat

Stück

Darsteller

Infos

Fotos

Presse

Diashow

“Der Brandner Kaspar”

Allgemeine Laber-Zeitung vom 13.10.1995

Hagelstadt. Als letztes Jahr die Theaterfreunde für ihre Jubiläumsinszenierung den bayerischen Klassiker “Der Brandner Kaspar und das ewig' Leben” wählten, ahnten selbst die größten Optimisten nicht, daß diese Inszenierung einen derartigen Erfolg bringen würde. Publikum und Presse waren begeistert und wegen der vielen Kartennachfragen, die nicht befriedigt werden konnten, so Vorsitzender Heinz Beck, entschlossen sich die Hagelstädter Amateurspieler, den Brandner Kaspar noch einmal eine Saison in das Paradies schauen zu lassen. Dieses bekannteste aller bayerischen Stücke wurde von Kurt Wilhelm nach einer Erzählung von Franz von Kobell geschrieben. Die urbayerische Komödie, vollgepackt mit ironischem bajuwarischen Humor ist seit seiner Uraufführung im Münchner Residenztheater im Jahre 1975 ein Dauerbrenner, der nicht nur in Bayern auf die Bühne gebracht wird.

Der von Johann Lichtenegger dargestellte Tod aus
der Inszenierung der Hagelstädter Theaterfreunde

25 Darsteller, aufwendige Bühnenbilder, sowie herrliche Masken und Kostüme lassen die Geschichte vom Brandner Kaspar, der den Tod überlistet, zu einem unvergeßlichen Theatererlebnis werden. Dieses ist in der Mehrzweckhalle nochmals zu sehen am 17./18./19./24. und 25. November. Der Kartenvorverkauf dafür beginnt am Montag, 16. Oktober, bei den örtlichen Banken. Für ältere Besucher haben die Theaterfreunde einen Heimfahr-Service eingerichtet. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, soll dies beim Kartenkauf angeben.

 

Der Brandner-Kaspar in Hagelstadt

Die Woche vom 16.11.1995

Sechs ausverkaufte Vorstellungen mit über 1000 Zuschauern, so lautet die stolze Bilanz der Hagelstädter Theaterfreunde e.V. über die Aufführung des “Brandner Kaspars und das ewig' Leben” im vergangenen Jahr. Wegen des großen Zuspruchs entschloß sich die engagierte Theatergemeinde, die Inszenierung 1995 zu wiederholen. Freitag, Samstag, Sonntag, 17. bis 19. November, Freitag, Samstag, 24. und 25. November sowie in einer Sondervorstellung für den Bayerischen Bauernverband am Dienstag, 21. November, zeigen die 25 Darstellerinnen und Darsteller nochmals ihr Können. Gespielt wird in der Hagelstädter Mehrzweckhalle auf der eigenen, 50 Quadratmeter großen Bühne mit moderner computergesteuerter Lichtanlage. Sehen lassen kann sich - neben der Schauspielerschar - natürlich auch das aufwendig gestaltete Bühnenbild. Die Geschichte vom alternden Jäger aus dem Tegernseer Tal, der dem Tod, dem “Boandlkramer”, mit Hilfe einer Flasche Kirschgeist und eines Kartentricks 18 weitere Lebensjahre abluchst, ist zum Theater-Bestseller geworden. Besucherrekorde kann damit das Münchner Residenztheater vorweisen, und das Stück zählt zum Repertoire unzähliger Profi- und Amateurtheater. Mit dem “Brandner-Kaspar” setzt die 1979 gegründete Hagelstädter Theatergemeinde erfolgreich ihre abendfüllenden, alljährlich im Herbst vorgestellten Inszenierungen fort. Das Repertoire reicht von der “Mausefalle" (Agatha Christie) über “Die Witwen" (Ludwig Thoma) bis hin zu Eigenproduktionen wie “Opera Curiosa” und “Revue-Zauber”.

Wer Karten spielt, hat mehr vom Leben! Der “Brandner Kaspar” auf der Hagelstädter Bühne weiß, sich diese Volksweisheit auf ganz besondere Art zu eigen zu machen

 

Hagelstädter Theaterfreunde auf Erfolgs welle
Bisher 2 500 Zuschauer - 35 Personen im Einsatz - Intakter Ortsverein

Allgemeine Laber-Zeitung v0m 06.12.1995

Hagelstadt. Zum ersten Mal in der 16jährigen Vereinsgeschichte griffen sie für die diesjährige Herbstinszenierung auf eine Wiederaufführung zurück, “Der Brandner Kaspar und das ewig Leben”, eine bayerische Komödie von Kurt Wilhelm nach einer Erzählung von Franz von Kobell aus dem Jahre 1871 wurde bereits 1994 unter der Regie von Heinz Beck mit überwältigendem Erfolg aufgeführt. Das enorme Zuschauerecho und die nicht nachlassenden Kartennachfragen haben die Theaterfreunde, wie Heinz Beck meinte, dazu bewogen, den Brandner Kaspar auch dieses Jahr nochmals in das Paradies schauen zu. lassen. Mit bislang nochmals sechs ausverkauften Vorstellungen - unter anderem einer Sondervorstellung für den Bayerischen Bauernverband - haben bisher 2 500 Zuschauer die Hagelstädter Inszenierung gesehen.

Mit einem derart großen Erfolg hatte die Amateurbühne in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet. Zwar zählt der Brandner Kaspar zu den erfolgreichsten, Stücken im bayerischen Sprachraum, aber auch zu den schwierigsten. Aufwendige Bühnenbilder, Ausstattung, Kostüme und die schauspielerische Anforderung an die über 20 Darsteller stellen nicht leicht zu überwindende Hindernisse dar. Vor allem aber galt es, der unter anderem durchs Fernsehen bekannt gewordenen Inszenierung des Münchner Residenztheaters gerecht zu werden, mit so bekannten Volksschauspielern wie GustI Bayrhammer, Fritz Strasser, Toni Berger und Erni Singerl.

Daß die Theaterfreunde einen Vergleich nicht unbedingt zu scheuen brauchen, das bestätigten viele der weit angereisten Zuschauer, die in den dreieinhalb Stunden die Geschichte vom alternden Jäger aus dem Tegernseer Tal, der mit Hilfe einer Flasche Kerschgeist und eines Kartenspielertricks dem Tod, dem Boandlkramer, weitere 18 Lebensjahre abluchst, gespannt verfolgten. Die einzelnen Charaktere waren treffend besetzt und gegenüber dem Vorjahr konnte sogar noch eine schauspielerische Leistungssteigerung verzeichnet werden. Selbst vom Autor Kurt Wilhelm persönlich kam eine Glückwunschkarte mit den besten Wünschen für die noch geplanten Vorstellungen, sowie den Glückwünschen zur gelungenen Inszenierung.

Eine Szene aus der überwältigenden, einmaligen Inszenierung der
Hagelstädter Theaterfreunde “Brandner Kaspar und das ewig’ Leben”

Hans Lichtenegger spielte den Boandlkramer mit einer fast beängstigenden Echtheit, dem Zuschauer im Gedächtnis bleibend, wenn er vom Klang der Totenglocke begleitet als ein Häuflein Elend “zaundürr und klappert, daß ma d'Verwandtschaft glei kennt”, in der Tür der Brandner-Hütte erscheint, oder vom Kerschgeist benebelt mit dem Kaspar um das ewige Leben kartelt, oder im bayerischen Paradies für den Brandner einen Gnadenanwalt spielt, “daß grod a so rauscht”. Wenn Johann Lichtenegger als Boandlkramer ja eigentlich den Tod darstellt, so spielt er sich trotzdem mit seiner sanften, humorvollen und von den “irdischen Freuden” nichtswissender Art in das Herz der Zuschauer. In der Titelrolle als Brandner Kaspar agierte Rudolf Pöppel. Er Verstand es, seiner Bühnenrolle alle geforderten Stimmungs- und Charakternuancen abzuringen. Wenn aus dem lebenslustigen und übermütigen Grattler, nachdem seine geliebte Enkeltöchter Marei um seine gewonnenen 18 Jahre zu früh abberufen wird, um die gerechte Ausgewogenheit der Weltordnung wieder herzustellen, ein in sich gebrochener, müder alter Mann wird, dann erfordert diese Wandlung ein überaus gutes Einfühlungsvermögen. Und obwohl der Brandner auch noch so sehr am Leben im Diesseits hängt, dem prächtigen bayerischen Paradies kann auch er nicht widerstehen, hat ihm der Boandlkramer auch nur einen einzigen Blick hineinwerfen lassen.

Denn dort geht es echt “bayerisch” zu, es wird Karten gespielt - Haferltarock versteht sich -, dazu eine Maß Bier, und das alles mit einer Portion bayerischer Gemütlichkeit. Wenn der Erzengel Michael auch eine “Zwiderwurz'n” ist und über eine allzu ausschweifende Gemütlichkeit der Seligen und Heiligen des öfteren sein Flammenschwert erheben muß, so ist es nicht schwer, die Entscheidung des Brandner Kasper zu verstehen. In der Rolle des Erzengels agierte Armin Meier. Trotz seiner Strenge und akkuraten Beflissenheit - oder vielleicht gerade deshalb - und durch seine selbstherrlichen Posen statuiert er ein Exempel. Der hl. Porter (Helmut Auburger) und die Seligen Turmair (Rudi Sellner) und Nantuvinus (Hermann Bumes) machen den Himmel der Bayern zu dem, wie er von ganz oben vorgesehen war. “Unendli grüabi. Koane Depp'n net, koane Besserwisser und net oaner ohne an guten Humor. Lauter zünftige Spezln.”

Brandners Enkeltochter Marei wurde von Monika Lichtenegger perfekt in Szene gesetzt. Sie brillierte nicht nur gesanglich (Schuberts “Ave Maria” und im Duett mit Renate Thanner), sondern gab ihrer Rolle alles, um diese so zum Leben zu erwecken, wie sie von Kurt Wilhelm vorgesehen worden ist. Ebenso Sepp Meier (Flori), Manfred Nausch (Bürgermeister Senftl) oder Gisela Meier als Theres erwiesen sich als gewinnbringende Besetzungen. Neu in der Darstellerliste war Christoph Lehner als Jäger Simmerl, der wegen seiner unerwiderten Liebe zu Marei dem Flori eine folgenschwere Falle stellt. Als weitere Darsteller waren zu sehen Maria Schmidbauer (Anna), Dagmar Sellner (Vroni), Peter Kuhn (Pfarrer), Renate Thanner, Artur Sellner, Michael Kuhn, Markus Jungbauer, Annemarie Dauerer, Heiko Dietz, Marianne und Valentin Kammermeier, Sieglinde und Wolfgang Lichtenegger und Helga Ascher-Grämer.

Was die Hagelstädter Inszenierung des “Brandner Kaspar” durch die Theaterfreunde außerdem noch so sehenswert macht, ist der große Aufwand, den die Amateurspieler betreiben. Mit eindrucksvollen und wunderschönen Bühnenbildern, die mit Unterstützung des Kunstmalers Atanas Kotzev geschaffen wurden, mit herrlichen Masken (Helga Ascher-Grämer) und Kostümen, oder auch mit der aufwendigen Ton- und Beleuchtungstechnik (Michael und Markus Pöppel) wurde das passende Ambiente für die 25 Darsteller geschaffen. Wenn die Theaterfreunde auch noch die Bewirtung ihr Gäste selbst übernehmen und somit insgesamt 35 Personen tätig sind, zeugt dies von einem echten Teamgeist in einem gut funktionierenden Ortsverein.

 

Erfolg für Theaterfreunde
Bisher bereits 2500 Zuschauer/ 35 Personen im Einsatz

MZ vom 12.12.1995

HAGELSTADT (laf). Zum ersten Mal in der 16jährigen Vereinsgeschichte griffen die Theaterfreunde für die Herbstinszenierung auf eine Wiederaufführung zurück. “Der Brandner Kaspar und das ewige Leben”, eine bayerische Komödie von Kurt Wilhelm nach einer Erzählung von Franz von Kobell wurde bereits 1994 unter der Regie von Heinz Beck mit überwältigendem Erfolg aufgeführt.

Das enorme Zuschauerecho und die nicht nachlassenden Kartennachfragen haben die Theaterfreude, wie Heinz Beck meinte, dazu bewogen, den Brandner Kaspar auch dieses Jahr nochmals in das Paradies schauen zu lassen. Mit bislang nochmals sechs ausverkauften Vorstellungen - u. a. einer Sondervorstellung für den Bayerischen Bauernverband - haben bisher 2500 Zuschauer, die Hagelstädter Inszenierung gesehen.

Rund 2500 Besucher sahen bisher in Hagelstadt den “Brandner Kaspar”

Aufwendige Bühnenbilder, Ausstattung, Kostüme und die schauspielerische Anforderung an die über 20 Darsteller stellen nicht leicht zu überwindende Hindernisse dar. Selbst vom Autor Kurt Wilhelm persönlich kam eine Glückwunschkarte.

Hans Lichtenegger spielte den Boandlkramer mit einer fast beängstigenden Echtheit der Titelrolle, als Brandner Kaspar agierte Rudolf Pöppel. Er verstand es, seiner Bühnenrolle alle geforderten Stimmungs- und Charakternuancen abzuringen. In der Rolle des Erzengels agierte Armin Meier. Der hl. Porter (Helmut Auburger) und die Seligen Turmair (Rudi Sellner) und Nantuvinus (Hermann Bumes) machen den Himmel der Bayern zu dem, wie er von ganz oben vorgesehen war.

Brandners Enkeltochter Marei wurde von Monika Lichtenegger perfekt in Szene gesetzt. Ebenso Sepp Meier (Flori), Manfred Nausch (Bürgermeister Senftl) oder Gisela Meier als Theres erwiesen sich als gewinnbringende Besetzungen. Neu in der Darstellerliste war Christopher Lehner als Jäger Simmerl. Als weitere Darsteller waren zu sehen Maria Schmidbauer (Anna), Dagmar Sellner (Vroni), Peter Kuhn (Pfarrer), Renate Thanner, Artur Sellner, Michael Kuhn, Markus Jungbauer, Annemarie Dauerer, Heiko Dietz, Marianne und Valentin Kammermeier, Sieglinde und Wolfgang Lichtenegger und Helga Ascher-Grämer.