Die MördergesellschaftOtello darf nicht platzenKein Platz für LiebeDas Haus in MontevideoCyrano in BuffaloDer Brandner Kaspar und das ewig' Leben

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Autor: Kurt Wilhelm
 

Inhalt:
Der alte Schlosser und Jagdhelfer Kaspar Brandner lebt zusammen mit seiner Enkelin Marei auf einem kleinen Bauernhof, den er vom reichen Bürgermeister Senftl gepachtet hat. Mit der Pacht ist der Brandner im Rückstand und Senftl wartet schon darauf, ihn von Haus und Hof treiben zu können.

1. Die Jagd

An der herzoglichen Jagd nimmt außer dem Brandner auch Marei teil, einerseits weil sie sich so ein wenig Geld verdienen kann, andererseits wegen des Tagelöhners Flori, in den sie verliebt ist. Die hohen Herrschaften machen Jagd auf einen Hirschen, der aber, von einem Streifschuß getroffen, entkommt. Anscheinend ebenfalls durch einen Streifschuß wird der Brandner am Ohr verletzt und nachdem er sich vom ersten Schreck erholt hat, treibt er seinen Spaß mit dem herzoglichen Jäger Simmerl. Als Flori eine abschätzige Bemerkung über die Jagdgesellschaft macht, wird er vom Bürgermeister entlassen. Der Brandner und Flori wissen, in welche Richtung der verwundete Hirsch entkommen ist, beschließen aber nun, diesen selbst zu suchen und heimlich zu verkaufen.

2. Beim Brandner

Flori und Marei bringen den sichtlich erschöpften Brandner heim, der sie aber fortschickt, damit sie sich ihren Jagdlohn abholen können. Wie er so allein sitzt und nachdenkt, meldet sich Besuch. Es ist der Boandlkramer, der gekommen ist, um ihn in seiner Todesstunde abzuholen. Der Brandner hat Angst und versucht, den Boandl zu überzeugen, daß es für ihn zu früh ist. Wenigstens neunzig Jahre wie sein Vater will er werden. Er bietet dem Boandlkramer einen Kirschgeist an und als dieser ordentlich beschwipst ist, spielt er mit ihm Karten um sein Leben, nicht ohne vorher die Karte seines Glücks, den Grasober, in Sicherheit gebracht zu haben. Der Boandl muß seine Niederlage eingestehen und verläßt den Brandner mit dem Hinweis, er brauche nur nach ihm zu rufen, wenn er seine Ansichten über das Weiterleben geändert habe.

3. Der Geburtstag

Der fünfundsiebzigste Geburtstag des Brandner wird groß gefeiert. Nur Marei ist bedrückt. Die Tante Theres berichtet ihr von einem Gerede über den Großvater, er müsse wohl mit dein Teufel im Bunde sein, da seine Kräfte nie erlahmten und Flori will trotz Mareis inständiger Bitte auch an diesem Tag nicht vom Wildern lassen. Sie merkt, daß der Jäger Simmerl ihrem Flori eine Falle stellen will und bittet den Großvater, ihn zu warnen. Um den Brandner davon abzuhalten, lügt ihm Senftl, der mit Simmerl unter einer Decke steckt, vor, der Herzog käme heute zu seiner Geburtstagsfeier. Als der Kaspar aber glaubt, das Totenglöcklein zu hören, gibt es für ihn kein Halten mehr und er läuft davon.

4. Im Himmel

Im Himmel spielt der Erzengel Michael mit dem Märtyrer Nantwein aus Wolfratshausen und Turmair, genannt Aventinus, Karten. Schüchtern und verwirrt tritt Marei dazu. Der Portner Petrus erklärt ihr, daß sie in der Dunkelheit vom Felsen gestürzt sei und sich nun im ewigen Frieden befände. Auch der Flori würde ihr eines Tages nachfolgen. Als Petrus sie nun zu ihren Eltern und dem Großvater führen will, wird der Handel, den der Boandlkramer mit dem Brandner geschlossen hat, offenbar. Während Marei ins Paradies geleitet wird, bestellt Petrus den Boandl zum Verhör. Nach und nach gesteht dieser seine Eigenmächtigkeit und erhält den Auftrag, den Brandner umgehend in den Himmel zu bringen.

5. Beim Brandner

Der Brandner sitzt in seiner Stube, es ist der Tag von Mareis Begräbnis. Schuldbewußt und verzweifelt kommt der Jäger Simmerl. Auch Flori nimmt auf seinem Weg in die Haft Abschied. Brandner gelingt es, die beiden Todfeinde miteinander auszusöhnen. Wieder hört er die Totenglocke. Er bleibt alleine zurück und der Boandlkramer gibt sich zu erkennen. Für den Brandner kommt er nicht unerwartet, obwohl er den Tod nicht gerufen hat. Der Boandl gibt vor, nur wegen des guten Kirschgeistes zurückgekehrt zu sein. Langsam überzeugt er den Brandner, doch wenigstens einen Blick ins Paradies zu riskieren, mit Retourbillett versteht sich. Nach einer Stunde wolle man zurück sein.

6. Die Himmelfahrt

Der Brandner und der Tod fahren durch die schwarzen Wolken, Donner, Blitz und Hagel hinein in die Stille und endlich ins Licht.

7. Im Himmel

Kaspar Brandner darf einen Blick ins Paradies tun, das um so vieles schöner ist als seine irdische Heimat. Nach einer strengen Prüfung durch den Erzengel Michael und wortreicher Fürsprache durch den Boandl nimmt ihn der gütige Portner Petrus in den Himmel auf.